Freie Trauung Freie Trauung organisieren

Wie du perfekt eure freie Trauung planst!

Freie Trauung planen

Oft beginnt eine freie Trauung so: Musik erklingt, die Hochzeitsgäste erheben sich von den Plätzen. Der Fotograf ist etwas überrascht und eilt hektisch nach hinten. Und dann kommt, in Begleitung ihres Vaters, die Braut herein. Langsam geht sie durch den Mittelgang auf den Bräutigam zu, der sie völlig gerührt in seinen Armen empfängt.

So oder so ähnlich beginnt oft eine Trauung. Bis es so weit ist, gibt es jede Menge vorzubereiten. Und nicht selten höre ich bei den Vorbereitungsgesprächen den Satz: „Das bei der freien Trauung so vieles bedacht und geplant werden muss, dass hätte ich nie gedacht“. In diesem Artikel zeige ich dir, wie ich mit Brautpaaren die Trauzeremonie in einem Hochzeitscoaching vorbereite und was man dabei alles bedenken sollte.

Wie entsteht ein Konzept für eine Zeremonie?

Das Planen einer Trauzeremonie kannst du im Prinzip mit einem kleinen „Schauspiel“ vergleichen. Und was gehört unbedingt zum Schauspiel dazu? Klar, ein Drehbuch. Das was ich im Coaching mit meinen Pärchen entwickele, ist so etwas wie ein „Drehbuch“.

Zur Vorbereitung auf den großen Tag coache ich die Brautpaare sowohl in einem Hochzeitscoaching als auch in einem Paarcoaching. Denn ich finde es wichtig, dass die zwei Menschen, die sich lieben und ihren Lebensweg gemeinsam gehen wollen, über sich und ihre Beziehung zum anderen reflektieren. Im Hochzeitscoaching gehe ich mit den Brautpaaren Schritt für Schritt einzelne Punkte durch, die für eine festliche Trauung wichtig sind.

Die Musik

Musik freie Trauung

Wenn ihr Live-Musik plant, dann bietet es sich an, den Verlauf der Zeremonie mit mehreren Musikstücken aufzulockern.

Wir überlegen zunächst wieviel Musikstücke und an welcher Stelle sie kommen sollten. Ich finde fünf Musikstücke sind optimal für den Verlauf einer Trauzeremonie, wenn sie festlich und abwechslungsreich sein soll. In diesem Zusammenhang überlegen wir, ob die Gäste vielleicht das ein oder andere Lied mitsingen sollen. So könntest du zum Beispiel die Gäste in der Traufeier aktiv einbinden. Wenn die Gäste Lieder mitsingen sollen, dann müsstet ihr euch überlegen, wie ein Liederheft aussehen könnte.

Der Einzug

Einzug Trauzeremonie

Ein anderer Punkt, den ich mit dir und deinem liebsten Menschen bespreche, ist der Einzug zu Beginn der Trauzeremonie. Bei einer freien Trauung muss nicht alles so sein, wie es „alle“ machen. Wenn ihr zwei Typen seid, die schon mal gerne aus dem Rahmen fallen, dann könnt ihr das auch bei der freien Trauung machen. Es ist eure Bühne.

Bei den meisten Trauungen steht der Bräutigam vorne und die Braut kommt – meistens mit ihrem Vater – durch den Mittelgang und begrüßt vorne ihren Bräutigam. So, wie ich es am Anfang des Artikels erzählt habe.

Aber, weil das vielleicht die meisten so machen, muss es ja nicht bei eurer Trauung so sein. Ihr könnte zum Beispiel überlegen, ob ihr nicht genau andersherum die Trauzeremonie beginnen wollt.

Nämlich das die Braut vorne bereits wartet und der Bräutigam durch den Mittelgang, mit einem Blumenstrauß in der Hand, herein kommt. Und, wenn er vorne angekommen ist, dann überreicht er der Braut den Blumenstrauß. Der Blumenstrauß ist natürlich nicht irgendein schöner Strauß, sondern ihr Brautstrauß.

Das wäre sicherlich mal was anderes und würde gleich zu Beginn der Trauung, die Besonderheit eurer Hochzeit unterstreichen.

Dieses Beispiel macht dir vielleicht deutlich, dass die freie Trauung nicht nach Schema F ablaufen muss. Wenn du deiner Fantasie freien lauf lässt, dann gibt es ganz viele Möglichkeiten eine festliche und sehr persönliche Trauung zu gestalten.

Die Kulisse

Die Kulisse für die freie Trauung

Ein weiterer Punkt in unserem „Drehbuch“ ist die „Kulisse“. Wie sieht der Ort aus, wo die Zeremonie stattfindet? Wird die Trauung im Saal eines Hotels oder eines Schlosses sein? Oder ist die Trauung in einer romantischen Kapelle oder draußen in einem Garten? Gibt es dort, wo sie stattfindet viel Platz oder ist der Platz eher begrenzt?

Die „Requisiten“

Eheringe

In diesem Zusammenhang überlegen wir was ihr für sogenannte „Requisiten“ braucht. Ich finde es zum Beispiel schön, wenn die Eheringe besonders hervorgehoben werden. Das könntet ihr zum Beispiel mit einem Ringkissen machen, oder vielleicht wollt ihr lieber eine schöne Schale oder etwas anderes? Zum Ringkissen gibt es ja viele schöne Alternativen.

Und wir überlegen im Hochzeitscoaching, ob die Trauzeugen zum Eheversprechen mit einbezogen werden und ob vielleicht einer der Trauzeugen die Ringe nach vorne bringt oder ob die Eheringe bereits schön dekoriert auf dem Hochzeitstisch liegen.

Vielleicht braucht ihr, für den Fall, dass es an eurem Hochzeitstag sehr heiß ist, eine Blumenvase für euren Brautstrauß. Wenn ihr eine Hochzeitskerze habt, dann müsst ihr an einen Kerzenständer denken.

Alle Gedanken und Ideen werden in das sogenannte „Drehbuch“ geschrieben. Denn, wenn ihr solche Dinge braucht und sie an eurem Tag nicht da sind. Dann ist das nur ärgerlich und es gibt jede Menge Frust.

Ich hatte mal ein Pärchen, die freuten sich so sehr über ihre selbst verzierte Hochzeitskerze. Doch als sie mir kurz vor der Trauung die Kerze gaben und ich sie nach dem Kerzenständer fragte, da fiel ihnen auf, dass sie an den gar nicht gedacht hatten.

Durch diesen kleinen Vorfall war die Stimmung etwas getrübt. Nur, weil die Hochzeitskerze, während der Trauzeremonie ohne Ständer auf der weißen Decke des Hochzeitstisches stand.

Welches Ritual?

Ritual für die Trauung

Ein anderer wichtiger Punkt im Paarcoaching, ist das Ritual. Hier überlegen wir was für ein Ritual zu euch passen würde und an welcher Stelle es am besten eingesetzt werden kann.

In einem meiner Gespräch meinte mal ein Brautpaar, dass sie kein Ritual haben wollten, weil sie der Auffassung waren, dass das nicht zu ihnen passen würde. An diesem Abend erzählten die beiden mir aber auch, dass sie leidenschaftliche Fahrradfahrer wären und dass sie eine Fahrradtour durch Kanada als Hochzeitsreise planen würden.

Weiter erzählten sie, dass sie ein altes Fahrrad auf dem Flohmarkt gekauft hätten, welches bei der Hochzeitsfeier als Gästebuch dienen sollte. Und da kam mir eine Idee: ich fragte die beiden, ob sie sich vorstellen könnten, dass wir das Fahrrad mit in die Zeremonie einbauen. Und so hatten wir es schließlich getan.

Während der Zeremonie fuhr einer der Trauzeugen mit dem Fahrrad in den Saal. Das Fahrrad wurde vorne abgestellt und ich hatte während der Rede einige Schlüsselwörter auf das Fahrrad geschrieben.

Oder vielleicht kommt für dich – aus welchen Gründen auch immer – eine kirchliche Trauung nicht in Frage, jedoch sind dir christliche Inhalte wichtig, dann können wir überlegen, ob und wie wir christliche Elemente in die freie Trauung einbinden.

Wie ich das Drehbuch auch mit euch schreibe, wichtig ist, dass alles am Ende stimmig ist und zu euch passt.

Redner, Zeremoniar und Moderator

redner plant der Ablauf der Trauung

An eurem Hochzeitstag bin ich Redner, Zeremoniar und Moderator zugleich.
Denn meine Aufgabe ist es nicht „nur“ eine Rede zu halten, sondern dich, deinem liebsten Mitmenschen und eure Gäste sicher und entspannt durch die Zeremonie zu führen. Die Hochzeitsrede und eure Lebens- und Liebesgeschichte sind Teile der gesamten Trauzeremonie.

Eine freie Trauung ist mehr als nur ein paar schöne Worte. Sie ist der Mittelpunkt eures schönsten Tages. Deshalb ist mir wichtig, dass eure freie Trauung nicht nur berührend und festlich wird, sondern auch humorvoll mit Tiefgang und Stil. Und vor allem persönlich mit Herz und Esprit.

Ein Geschenk für dich!

Brautstrauß rote Rosen

Ich schenke dir eine Hochzeitscheckliste, die dir helfen soll, an alles bei deiner Planung zu denken. Den Link, wo du die Checkliste herunterladen kannst, findest du hier.

Hast du jetzt Lust bekommen erste Schritte zu gehen und deine freie Trauung zu planen? Wenn du Fragen zur freien Trauung hast, dann schreibe sie mir in den Kommentaren. Ich werde sie dir auf jeden Fall beantworten. Vielleicht mache ich ja auch zu der einen oder anderen Frage ein Video.

freie Trauung mit Herz und Esprit!
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Dein

Reginald Müller

Autor

Als freier Redner und Theologe begleite ich Menschen, die besondere Ereignisse im Leben bewusst begehen wollen. Ich nehme mir Zeit für dich und höre dir zu. So bekomme ich ein Gefühl, wie du denkst und was dich bewegt. In Begegnungen mit Menschen wird mir bewusst, dass ich seit vielen Jahren den schönsten Beruf der Welt habe. Zuvor habe 13 Jahre als Franziskaner in der Seelsorge gearbeitet. Viele Menschen habe ich in der Schule, dem Krankenhaus oder der Pfarrei begleitet. Als ich meine Frau kennen- und lieben gelernt habe, durfte ich innerhalb der katholischen Kirche nicht mehr weiterarbeiten. So konnte ich den Beruf, für den ich einst gebrannt habe, nicht mehr ausüben. Heute mache ich das, was ich früher getan habe, außerhalb der Kirche. Ich erarbeite Zeremonien, in denen sich die Menschen wiederfinden. Alles ist sehr viel persönlicher und auf den Menschen individuell zugeschnitten. Wenn ich freizeitlich unterwegs bin. Wenn ich gerade mal nicht beruflich unterwegs bin, dann tanze ich mit meiner Frau im Tanzclub, singe im Kirchenchor oder fahre mit dem Fahrrad durch die Landschaft. Und im Urlaub lasse ich mir gerne den Wind an der Nordsee um die Nase wehen. Musik gehört zu meinem Leben. Während des Studiums habe ich im Blasorchester 1. Trompete gespielt. Auf vielen Schützenfesten und anderen Bällen haben wir gespielt. Heute singe ich im Kirchenchor. Mein Musikgeschmack ist, vielleicht von meiner musikalischen Vergangenheit her, sehr breit gefächert. Das fängt an bei Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Felix Mendelssohn-Bartholdy, bei der ich mich gut entspannen kann. Geht über Glenn Miller, wegen der tollen Posaunensoli. Geht weiter zu Reinhard Mey und Herbert Grönemeyer, weil die Texte so wundervoll sind. Bis hin zu Tina Turner und Anastacia, wegen der krassen Stimmen. Komme mit mir in Kontakt: post@festlich-ohne-pastor.de Tel. 0231 4442364